Diese Tragehilfen von Amazon — die allermeisten stützen nur die Hinterhand. Nur hinten. Klingt erstmal logisch: Die Hinterbeine sind ja das Problem.
Aber denken Sie eine Sekunde darüber nach, was passiert, wenn Sie einen Hund hinten anheben — und vorne stützt ihn NICHTS:
Sein gesamtes Gewicht kippt nach vorne.
Der Hund wird in eine Schieflage gedrückt. Hinten angehoben, vorne auf sich allein gestellt. Wie eine Schubkarre.
Stellen Sie sich vor, jemand hebt SIE an den Beinen hoch — aber Ihre Arme müssen Ihr ganzes Gewicht halten. So fühlt sich das für Ihren Hund an.
Bei einem gesunden Hund wäre das unangenehm. Bei einem Hund nach einer OP, mit schwachen Gelenken oder im Alter ist es gefährlich:
→ Die Vorderbeine werden überlastet — Gelenke, die ohnehin schon angegriffen sind, tragen plötzlich das doppelte Gewicht.
→ Auf Treppen kann der Hund vorne einknicken und stürzen.
→ Die unnatürliche Haltung erzeugt Fehlbelastungen, die den Verschleiß beschleunigen.
Die Besitzerin denkt, sie hilft. In Wirklichkeit bringt sie ihren Hund in eine Position, die ihn schneller abbaut.
Und das ist nicht ihre Schuld. Ihr Instinkt ist genau richtig — sie will helfen. Aber das Werkzeug, das ihr der Markt anbietet, ist biomechanisch falsch. Und kein Tierarzt hat es ihr erklärt.
Ich selbst habe es meinen Patienten jahrelang nicht erklärt. Weil ich es selbst nicht auf dem Schirm hatte.